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75 Jahre KVU -
Chronik des Kanu-Verein Unterweser e. V.
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Autor: Wolfgang Bisle /
Manfred Hilbers
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Die Vereinsgründung
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der erste 1. Vorsitzende des KVU
Heinrich Kettner
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Am 2. April 1928, also zu einem relativ frühen
Zeitpunkt, wurde der Kanu-Verein Unterweser gegründet. Damit war er der erste in
und um Bremerhaven und gehört zu den ältesten überhaupt.
Am 4. Februar 1928 setzten die Kamelraden Heinrich Julius, Johann Smeets und
Walter Ehlebe eine Anzeige in die Zeitung, um den Zusammenschluss der bisher nicht
organisierten Bremerhavener Kanusportler anzuregen. Daraufhin erfolgte am 2. April
eine Zusammenkunft in ,,Herrmanns Hotel", die als die Gründungsversammlung
des Kanu-Verein Unterweser anzusehen ist. Von den Anwesenden wurde der Kamerad
Heinrich Kettner zum ersten Vereinsführer gewählt. Weiterhin zählten zu den
Gründern: die Kameradin Gretel Petzold sowie die Kameraden Fritz Peters, Walter
Bleicher, Gustav zum Felde, Johann Smeets und Wilhelm Wittmers. Der Eintrag ins
Vereinsregister erfolgte am 18.7.1928. |
Das erste Bootshaus
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Ein Jahr später erfolgte der Beschluss
zum Bau eines Bootshauses, das dann am 28. Juli 1929 fertiggestellt wurde. Die
Gesamtkosten von RM 1.200,- wurden von den Mitgliedern in Form von Bausteinen
aufgebracht. Das Bootshaus hatte Platz für 16 Boote und wurde zu Füßen des
Wasserstandsanzeigers neben dem Gebäude der DGzRS am alten Geestevorhafen
erstellt. |
Die Erweiterung des ersten Bootshauses
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Schon nach einem weiteren Jahr musste es
erweitert werden, nun faßte das Bootshaus 40 Boote.
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Wechselvolle Zeiten im Vorstand
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Heinrich Julius, 1. Vorsitzender von 1930 bis 1931
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Inzwischen hatte der Vorsitz im Verein
mehrfach gewechselt, Heinrich Kettner übergab die Vereinsgeschäfte 1930 an Herrn
Heinrich Julius.... |
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Fritz Kienle, 1. Vorsitzender 1931
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Heinrich Julius folgte 1931 Fritz Kienle,
der den KVU aus dem DKV abmelden wollte. |
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Johann "Vati" Keller, 1. Vorsitzender von 1931-1934
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Die Hauptversammlung war gegen den
Beschluss, aus dem DKV auszutreten und machte daraufhin den Kameraden Johann
Keller (genannt ,,Vati Keller") zum neuen Vorsitzenden. |
Das zweite Bootshaus
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Bau des 2. Bootshauses
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Mittlerweile wurde die
Schleuse, auf deren Gelände heute der weithin sichtbare Radarturm steht,
zugeschüttet. Als Folge verschlickte der alte Geestevorhafen rasch. Daraufhin
wurde auf der südlichen Seite der Geestemündung ein noch größeres Bootshaus
errichtet. Hier war Platz für 84 Boote.
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feierliche Eröffnung des 2. Bootshauses
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Die Einweihung erfolgte am
11. 5. 1933 durch den damaligen Oberbürgermeister von Wesermünde, Herrn Dr.
Delius. Die Kosten betrugen RM 3.000,-. |
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Noch gab es keine
Sturmflutsperrwerke und so kam es denn auch ab und an vor, dass das Bootshaus vom
Wasser eingeschlossen wurde...
Doch was wären das für Wassersportler, wenn sie sich davon schrecken ließen.
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Zu den sportlichen
Aktivitäten zählten Fahrten auf Geeste, Lune und Unterweser, mehrfache
Beteiligungen an den Bremerhavener Strandfesten sowie als winterlichen
Ausgleichssport Schwimmen. Lichtbildervorträge und Feste gehörten auch damals
schon dazu. In den folgenden Jahren beteiligte sich der KVU unter der Leitung des
Kameraden Dietrich Schwick an zahlreichen Regatten in Bremerhaven, und Umgebung,
wobei viele Erfolge erzielt werden konnten. Die Kameraden Hellmuth Coordes,
Günther Baschlebe, Walter und Werner Kutsche, Kurt Korff, Günther Coordes, Georg
Danitz, Walter Käsebier, Franz Rath, Bernd Kühlken, die Kameradinnen Berndt und
Langrehr u. v. a. vertraten ihren Verein erfolgreich. Günther BaschIeIbe
beteiligte sich an einem Olympiakurs, Kurt Ahl vertrat den KVU auf einem
Rennsportlehrgang in Hannover. |
Die Lange Ära Dietrich Schwick in einer sehr wechselvollen und
schicksalhaften Zeit
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Dietrich Schwick, 1. Vorsitzender von 1935 - 1967
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Zwischendurch wechselte
wieder der Vorstand. 1934 übernahm Herbert Engeler die Vereinsführung. 1935
begann die Ara Dietrich Schwick. Er wurde im gleichen Jahr noch Kreisfachwart für
Kanusport und blieb bis 1964 Vorsitzender des KVU. 1938 feierte der KVU sein
10-jähriges Bestehen mit großer Beteiligung in der Strandhalle. Zu diesem
Zeitpunkt hatte der Verein 109 Mitglieder und 74 Boote. 1934 fand auch die erste
Auslandsreise von KVU-lern statt, Ziel war Italien mit Venedig, 1938 ging's nach
Rom. |
Der Krieg und die erste Nachkriegszeit
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Am 18. September 1944, an dem fast ganz Bremerhaven (Wesermünde)
einem Luftangriff zum Opfer fiel, wurde auch das Bootshaus mit den nicht vorher
gesicherten Booten restlos zerstört. Nach dem Kriege paddelten die Bremerhavener
Kanuten schon bald wieder auf der Geeste, wenn auch in z. T. recht abenteuerlichen
Booten, aus Bambus und Zeltbahnen selbstgebaut. Sie fanden eine Bleibe auf dem
Heuboden des Schleusenmeisters Heinrichs an der Lintiger Schleuse. Hier wurde der
Entschluss gefasst, dass die Kanuten des WSV ,,Frohe Fahrt" und des KVU
gemeinsam ein neues Bootshaus aufbauen wollten, unter dem Namen des WVF, da dieser
ein Grundstück zur Verfügung hatte. Dies wurde auch durchgeführt. Zum Zeichen
der Verbundenheit wurde im Stander des WVF das ,,F" durch den
Rotesand-Leuchtturm des KVU ersetzt. |
Explosionen & Visionen
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Inzwischen hatte sich eine
neue Gruppe junger Kanuten unter dem Namen ,,Bremerhavener Wanderpaddeler"
zusammengefunden und in einer Garage ihre Boote notdürftig untergebracht. Als sie
ihren Verein 1951 beim Amtsgericht eintragen lassen wollten, wurde ihnen
mitgeteilt, dass es noch einen Verein in Bremerhaven gäbe, nämlich den KVU. Sie
nahmen Kontakt zum immer noch amtierenden Vorsitzenden ,,Didi" Schwick auf
und konnten ihn zur Wiederbelebung des alten Vereins gewinnen. Dank seiner
unermüdlichen Tätigkeit gelang es, an der alten Geestebrücke ein neues Gebäude
zu pachten. Die hier noch vorhandene Ruine des ehemaligen Wohnsitzes des Vorstands
des Preußischen Wasserbauamtes wurde gesprengt und lieferte die Steine für das
neue Bootshaus. |
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Die
Visionen eines großzügigen Bootshauses stellt die Zeichnung links aus den 50ern
dar. Noch heute - 2003 - spukt manchmal der Gedanke nach einem 2. Stockwerk...
nach geräumigen Veranstaltungssälen, besonders seit das Drachenboot Team
erfolgreicher wird. |
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Ein Sommer harter Arbeit
folgte.... |
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Einweihung des 1. Bauabschnittes des 3. Bootshauses nun an der Ludwigstr. Heute
wird dieser Teil das Alte Bootshaus genannt.
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... dann konnte
Oberbürgermeister Gullasch am 5. Oktober 1952 das Gebäude einweihen. |
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der 2. Bauabschnitt ist fertig, das neue Bootshaus
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Der Aufbauwille und die
Begeisterung am Kanusport waren fast grenzenlos, bereits 5 Jahre später entstand
ein 2. Bootshaus und der seit langem notwendige Aufenthaltsraum, und eine große
Veranda sowie ein Geräteschuppen. |
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Später (etwa 1964) wurde die
entstandene Veranda mit großen Fenstern verschlossen, der jetzige Clubraum war
geschaffen. Der alte kleine Aufenthaltsraum zwischen den Bootshäusern wurde dann
ebenfalls Bootslagerplatz im Sommer und Tischtennisraum im Winter - man gab diesem
Teil des Bootshauses den bezeichnenden Namen "Expertenstall" |
Eine besondere Veranstaltung entsteht
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Kenterabende 1963: neben ersten Polyesterbooten sind noch reichlich Faltboote im
Bad!

Auch der jetzige Bürgermeister Bremens Henning Scherf ist begeisterter Paddler.
Und selbstverständlich sah man ihn auch im Bad bei unseren
Kentertrainingsterminen - Herbert Loseke hilft hier beim richtigen Hüftschwung -
nicht zu vergessen Henning Scherf hat an vielen Weser Tidenrallyes teilgenommen!
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In die Zeit unter Vorsitz von
D. Schwick fiel 1963 noch der 1. Kenterlehrgang im Stadtbad beim Stadttheater. Zu
Beginn war dies eine nur sporadisch durchgeführte Veranstaltung. Heute, 2003 -
also immerhin nun 40 Jahre lang wird einmal in jedem Wintermonat dieses wichtige
"Über"lebenstraining durchgeführt. Mittlerweile ist es weit über die
Grenzen Bremerhavens hinaus beliebt, ein Großteil der Teilnehmer kommt von den
Bremer Vereinen, da mit dem Stadionbad heute ein großzügiges Angebot an Platz
besteht und durch die lange vertrauensvolle Partnerschaft mit der Bäderverwaltung
die außergewöhnliche Möglichkeit der Mitnahme von Privatbooten aller Art
besteht. Seit den Anfängen der Kenterabende wurde auch ein Angebot zusätzlicher
theoretischer Unterweisungen durch unsere Übungsleiter und erfahrene Mitglieder
gemacht.
Anlässlich des Abrisses des Stadtbades 2003 schreiben unsere ehemaligen
Mitglieder Ursel und Jürgen Stecher an die Nordseezeitung zum Thema Erinnerungen
der NZ-Leser zum Stadtbad Mitte:
Durch den Abriss des Stadtbades kommen auch bei uns als Kanusportler alte und
schöne Erinnerungen auf. Da hieß es für die Kajaksportler der Bremerhavener
Kanuvereine im Februar 1963 "Kajaks kentern im Stadtbad". Bis dahin
hatte der Kajakfahrer im Winter kaum die Möglichkeit, seinen Sport auszuüben.
Das Fahrtenrevier der Bremerhavener Kanuten mit Unter- und Außenweser ist nicht
einfach. Ständig haben sie in ihren schmalen Kajaks mit Wind und Wellen zu
kämpfen. Da braucht man eine gute Bootsbeherrschung und im Falles der
Kenterung sollte der Kajakfahrer die Eskimorolle beherrschen. Das Hallenbad
eröffnete ganz neue Möglichkeiten, auch in der kalten Jahreszeit das
Bootsgefühl nicht zu verlieren, die Eskimorolle zu üben und sich auf die neue
Saison vorzubereiten. Heute ist das ganz selbstverständlich. Damals zur Zeit der
Faltboote, war es für die Bäderverwaltung und auch für die Kajakvereine
Neuland. Wie auf dem angehängten Bild zu sehen ist wurde das Angebot damals von
vielen Sportlern genutzt und wenn die ganzen Jahre kein ernster Unfall auf dem
Wasser passiert ist, ist das sicher auch zum Teil auf das winterlich Training im
Stadtbad zurückzuführen. |
Die Zeit nach „Didi“ Schwick
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Dieter Lauterbach, 1. Vorsitzender von 1967 - 1970
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Die 50-er Jahre waren dem
Wiederaufbau gewidmet. Der Kanu-Wandersport beschränkte sich überwiegend auf die
norddeutschen Hausreviere. Am Rennsport beteiligten sich Fredi Korten, Jürgen
Koop, Manfred Bischoff und Dieter Lauterbach. 1964 wurde der seit 29 Jahren
tätige ,,Didi" Schwick im Vereinsvorsitz von der neuen Generation abgelöst.
Der Kanu-Verein Unterweser schuldet seinem Kameraden Dietrich Schwick Dank und
Anerkennung, ohne seine Aufbauarbeit wäre der KVU in der heute bestehenden Form
sicher nicht wieder entstanden. Zum Dank wurde er zum Ehrenmitglied gewählt.
Dieter Lauterbach war der neue 1.Vorsitzende. Karl-Heinz Mieth wird
2.Vorsitzender. Später übernimmt Werner Feht den 2. Vorsitz, der eigentlich im
WVF Mitglied ist. Auch Dieter Lauterbach hält seine Mitgleidschaft im WVF
aufrecht, die ist eine eigentlich kuriose Situation, die aber die Verbundenheit
der beiden Vereine überdeutlich macht.
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Die 60er Jahre brachten mit Privat-PKW und Kunststoffbooten die
größte Umwälzung im Kanusport überhaupt. Bis dahin wurden die Kajaks
überwiegend als Faltboote gebaut, sie ließen sich bequem mit Eisenbahn und
Autobus transportieren. Für die neuen Polyesterboote brauchte man jedoch einen
LKW, Anhänger 60er Privat-PKW.
Fernfahrten in ganz Europa wurden zwar immer häufiger, jedoch zumeist in kleinen
Gruppen absolviert. Autobusgemeinschaftsfahrten werden heute nur noch gelegentlich
von Verbänden organisiert, die über einen stabilen Bootsanhänger verfügen. In
den 60er Jahren wurden Fahrten u, a. nach Finnland, Norwegen, Frankreich mit
Korsika, Jugoslawien und die Alpenländer gemacht. Der
Kanu-Rennsport verlor beim KVU immer mehr an Bedeutung, bis Anfang 2000 wird
ausschließlich Kanu-Wandersport betrieben, eine der wenigen Sportarten, die man
sein ganzes Leben betreiben kann.
1968 konnte der Vorstand melden, dass alle Darlehen, die für den Wiederaufbau
nach dem Kriege aufgenommen worden waren, getilgt waren. Doch
im Laufe der Jahre mussten die Vereinsgebäude häufig renoviert werden, mehrmals
Dach und Anleger. |
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Klaus Meier, 1. Vorsitzender von 1970- 1976
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1970 löste Klaus Meier den
bisherigen 1. Vorsitzenden im Amt ab zusammen mit Jürgen Armbrust als 2.
Vorsitzenden. 1974 löst Peter Lüth Jürgen im Amt des 2. Vorsitzenden ab.
In
den frühen 70er Jahren brach eine Beitrittswelle über den KVU herein. Für die
überwiegend jugendlichen neuen Kameraden wurde der Verein zu einem attraktiven
Treffpunkt in der Stadtmitte. Während der Amtszeit von Kamerad Meier konnte der
KVU ein Zeltgelände auf der Strohauser Plate pachten und einen eigenen
Bootsanhänger erwerben. (beides 1975)
1973 ist der KVU bei den Gründungsfeierlichkeiten des neuen Deutschen
Schifffahrtsmuseums mit Vorführungen wichtiger Programmbestandteil. Kenterrollen,
lustige Regatten begeistern ein großes Publikum am alten Hafen.
Zunehmend
dehnten in der Zeit die Mitglieder des KVU ihren Paddelhorizont aus: Zu den
bisherigen Fahrtenzielen kamen die Türkei, Schottland, Lappland, Kanada,
Grönland und Spitzbergen. Und immer mehr machen auch einige der Mitglieder wie
Jürgen Stecher, Peter Müller, Manfred Hilbers, Detlef und Bernd Naumann
publizistisch Werbung für den Kanusport á la KVU, mit Beiträgen in diversen
Zeitschriften und Büchern, sowie auch mit professionellen Dia- und
Multivisionsschauen in vielen Städten der Republik.
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1976 übernahm WoIfgang
Tinter die Vereinsführung für ein Jahr. Uwe Blase wird 2.Vorsitzender
In dem Jahr findet auch die erste KVU-Arktistour statt: Manfred & Annemarie
Hilbers und Burkhard Schwarz machen eine Pioniertour nach Südgrönland auf den
Spuren Erik des Roten. Diese doch zu der Zeit noch recht ungewöhnliche Tour
findet museale Aufmerksamkeit sogar im Deutschen Schiffahrtsmuseum, wo in der
Sportbootabteilung Bilder dieser Tour hängen. |
Manfred Hilbers übernimmt das Ruder im KVU
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1977 trat Manfred Hilbers, langjähriger Wanderwart, an die Stelle von Klaus Meier
als 1. Vorsitzender. Thomas Hillermann wird 2. Vorsitzender
In das Jahr fällt auch die 2.
große Arktistour des Vereins: Ein weiteres Mal wird eine für die damalige Zeit
außergewöhnliche Tour durchgeführt: In den Isfjord Spitzbergens startet
eine Gruppe um Manfred & Annemarie Hilbers, Detlef & Anke Naumann sowie
Burkhard Schwarz.
1978
wird dann auch mit großem TamTam in der Strandhalle das 50-Jährige gefeiert.
GTV-Chor und Media-Combo gestalten das Programm musikalisch, es gibt Festreden und
Ehrungen eine Tombola und selbstverständlich ausgiebig zeit zum Tanzen. Eine
aufwendige Festschrift wird auch noch Jahre später nachgefragt, doch die
vergleichsweise beschränkte Auflage ist schon nach kurzer Frist vergriffen.
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Die letzten 25 Jahre 1978 - 2003
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Zwischen 1978 und 1999 hat sich
einiges geändert: Nicht unbedingt der Vorstand - zumindest Manfred Hilbers
steuert den Verein immer noch, wenn gleich mit einer mehrjährigen Unterbrechung,
die dem KVU nicht unbedingt gut bekommen ist.
Doch der Reihe nach: die 70er waren die Jahre
der jugendlichen Frische - der Verein war ein unwahrscheinlich beliebter
Treffpunkt mitten in der Stadt. Dies setzte sich in den 80gern fort - und nach und
nach wurden Vereinsanlagen ergänzt und verschönert.
Zur 50 Jahr-Feier wird (1978) zuerst mal der Clubraum renoviert. Mancher
erinnert sich noch an das alte Sofa, den Ölofen, der ab und an bei seinem Betrieb
„automatisch“ einen seiner Deckel anhob und eine große schwarze Wolke Ruß
’gen Decke schickte. Da war auch der Pokal-Schrank, dessen Inhalt schon
reichlich angestaubt war....
1980 führt wieder eine
Vereinstour nach Grönland, diesmal in die Uummannaq-Region Grönlands,
Fahrtenberichte erscheinen in verschiedenen Publikationen. Uummannaq bekommt für
die KVU’ler besondere Bedeutung, da einerseits das Buch von Dr.Sorge über seine
Faltbootexkursionen in den 30er Jahren während der Film-Expedition zum Drehen des
Films „SOS Eisberg“ in den Rinks-Fjord zum absoluten Kultbuch der
Grönlandpaddler im KVU wird, andererseits durch die Nachbarschaft zum Alfred
Wegener Institut natürlich auch die Lust zur Spurensuche drängt. Teilnehmer vom
KVU sind damals Detlev und Anke Naumann, Burkhard Schwarz, Eckhard und Helga Dibke,
sowie Lutz Eckhoff. Für Burkhard beginnt der Gedanke im Kopf zu reifen, für
einige zeit ganz nach Grönland zu den Inuit zu ziehen....
1981 übernimmt Hans Günter
Spanke den 2. Vorsitz. 1983 macht sich nochmals eine größere Gruppe des KVU auf,
um eine entlegene Region Grönlands, diesmal Ammassaliq in Ostgrönland, mit
Kajaks zu bereisen. Auch diese Tour hat Pioniercharakter, die Kunde über die
Grönlandexperten des KVU macht in Paddlerkreisen die Runde und immer wieder
nehmen Grönlandinteressierte Paddler Kontakt auf, um die Erfahrungen abzufragen
und anschließend die Touren nachzufahren.
Dann waren 1983 eine neue Toilette
und Dusche im Vereinsgebäude einzubauen, da die alte Toilette an dem
Brückenwärterhaus nicht an die Kanalisation angeschlossen war sondern in die
Geeste entwässerte - neue Umweltschutzauflagen der Stadt zwangen uns zum Neubau -
die Stadt allerdings beendete auch den unhaltbaren Zustand, praktisch alle
Abwässer des Bremerhavener Südens ungeklärt neben unserem Verein (jenseits der
alten Geestebrücke) in den Fluss zu leiten.
1984
wechselt wieder mal der 2. Vorsitzende, nun übernimmt bis 1986 Michael Geltz,
danach wird Renate Linnewedel für viele Jahre diesen Posten bekleiden und eine
gewisse Stabilität auch in dieses Amt einkehren lassen. |
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1986 kündigen sich schwerwiegende
Veränderungen an der Küste an: die Bundesrepublikanischen Anrainerländer an der
Nordseeküste beschließen, einen Nationalpark Wattenmeer einzurichten. Am
verlängerten 17. Juni-Wochenende, damals noch Nationalfeiertag, konnten wir zum
letzten mal legal eine Zelttour zum Wittsand machen, der ja nur wenige Zentimeter
über der Hochwassermarke eine kleine Fläche zum zelten bietet bzw. bot. Wir
diskutierten die paddlerische Zukunft im Wattenmeer und da uns das Gefühl
beschlich, dass zu der Zeit im DKV noch nicht allzu viel Regung bestand, sich in
dem Prozess der Gesetz- und Verordnungsgebung einzubringen, diskutierten wir, wie
wir etwas unternehmen könnten.
Die Folge war: Manfred übernahm
die Organisation eines DKV Küstenpaddlertreffens in Bremerhaven. Da
wurde zum ersten mal ein Trittsteinkonzept entwickelt und Paddelwanderwege
definiert, in dessen Folge wird das Amt des LKV-Küstenbeauftragten geschaffen und
durch den KVU besetzt, zuerst sehr intensiv durch Manfred Hilbers, später folgt
Wolfgang Bisle. Manfred engagierte sich sehr stark für den Niedersächsischen
Wattenmeerbereich und versucht, bei der Bezirksregierung in Oldenburg wie auch
beim Neugeschaffenen Nationalparkamt das schlimmst für uns Paddler zu vermeiden,
kann allerdings viele Vorurteile des Naturschutzes nicht beseitigen, noch
schlimmer wiegt die Neigung der Behörden nach simplen Lösungen, die leider zu
der Zeit ungerechtfertig durchgängig zu Lasten des Sports in
muskelkraftbetriebenen Booten geht.
In Folge des Bremerhavener
Küstenpaddlertreffens wird auch das DKV-Großgewässerforum in Bremen maßgeblich
von den Kanuten des KVU gestaltet und mitorganisiert. Einige Vorträge werden von
Mitglieder des KVU gehalten, andere Vortragende durch Beziehungen der KVU
Mitglieder gewonnen. In der Teilnehmerliste (!) dieses Großgewässerforums sind
immerhin so illustere Namen wie Arved Fuchs.
1987
macht mit der Niedersächsischen Bestrebung, die Naturschutzfläche zu verdoppeln,
das nächste Highlight des KVU zunichte: Strohauser Plate wird
Landschaftsschutzgebiet, der KVU muss wie auch der WVF und der WSV Nordenham
seinen Zeltplatz aufgeben. Nach zähen Verhandlungen wird das Recht einer
einmaligen Übernachtung für Jugendgruppen beim nördlichsten Bauernhof auf der
Plate eingeräumt. |
Clubhausgeschichten und unrühmliche Intermezzi
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Der
Clubraum war seit je ein bauliches Provisorium - eine verglaste Veranda. Mitte der
80ger wurde in Eigenarbeit ein neuer Clubraum am Platz des alten geschaffen, nun
aber mit isolierten Wänden, neuem Eingang und geänderter Raumaufteilung.
Die alte Theke mit dem berühmten Linolschnitt von Hein Schiet in seinem Faltboot
mit der unnachahmlichen Paddeldynamik musste weichen - die größten
Tischler-Nichtexperten nagelten die neue Theke: der erste Vorsitzende und der
Wanderwart - trotzdem wurde sie wieder Zentrum der Klönabende. |
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Dann
lief 1987 eine Vorstandsrevolution - der alte Vorstand trat wegen der
Nichtwiederwahl des ersten Vorsitzenden geschlossen zurück. Neugewählt wurden
als neuer 1. Vorsitzender Rainer Behn, 2. Vorsitzender wird Heinrich Rohrßen. Der
neue Vorstand brach ziemlich schnell danach den Schuppen an der Geeste ab -
sicher, er war etwas brüchig, aber er hätte auch noch lange gehalten. Resultat
war aber die Demontage der Privilegierten: der Expertenstall wurde entgültig
geleert und zum Werkzeugschuppen und Abstellkammer degradiert(früher wurde dieses
Bootshaus nur im Winter leergemacht, um dort eine Tischtennisplatte aufzurichten -
hier fanden dann heiße Wettkämpfe statt. In Sommer wurden dann wieder die
Schifferl der Experten eingelagert). |
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Und
dann im Sommer 1988 geschah es. Nachts erkennt eine Polizeipatrouille Feuer im
Bootshaus. Alarmiert die Feuerwehr, allerdings mit fatal falscher Definition des
Brandortes: es sei der Ruderverein an der Geeste - dorthin fährt die Feuerwehr,
entdeckt keinen Brand und rückt wieder ein. Stunden später alarmiert die Polizei
die Feuerwehr erneut, nun richtig, aber da sind Clubraum und neues Bootshaus schon
zerstört.
Der
Verein ist relativ gut versichert, nicht nur Bauschäden, sondern auch das
Eigentum der Mitglieder ist zum Zeitwert versichert, und so ist der Schaden für
die meisten recht gering - aber, die, die sowieso nicht sehr aktiv paddeln, nehmen
den Verlust der Boote zum Anlass, das Geld einzustecken, das Paddeln im Verein
ganz an den Haken zu hängen und verlassen, auch wegen der Möglichkeit, beim
Aufbau mithelfen zu müssen, den Verein. Ca 1/3 der Mitglieder gehen zu
diesem Zeitpunkt. Der zu diesem Zeitpunkt amtierende Vorstand ist nicht in der
Lage den Wiederaufbau zu organisieren. |
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Da gibt es 1989 einen Wechsel im
Vorstand nach dieser desaströsen Periode:
Silke Sommerfeld übernimmt 1. Vorsitz, Grit Borstelmann-Möhring wird 2.
Vorsitzende.
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Insgesamt gehen 2 Jahre ins Land,
und die schwarzen Ruinen geben kein gutes Bild ab. Zwischendurch kokelt es erneut
im provisorisch gesicherten neuen Bootshaus. Die Feuerwehr findet in der
Brandnachschau in einem anscheinend geöffneten Spind einen Benzinkocher, der Ihr
als Brandinitiator vorkommt - wie
auch immer...
Dann droht die Versicherung, sich mit einer
Abschlagszahlung aus dem Verfahren zu entziehen, auch mit der Maßgabe, den Laden
doch gleich dicht zu machen.
Diese
Drohung veranlasst 1989 Mitglieder des früheren Vorstandes um Manfred Hilbers,
zusammen mit der neuen Vorsitzenden Silke Sommerfeld ein Wiederaufbaukomitee zu
bilden. Mit
Hilfe eines Architekten wird ein weiteres Problem bewältigt: Versackungen auf dem
Kajenbereich, die auch die Standfestigkeit des nördlichen Clubraumteils
beeinträchtigen – 1990
wird der neue Clubraum in Holzkastenbauweise ausgeführt, so dass er am Kajenende
notfalls frei schweben kann. |
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Nach der Jahreshauptversammlung im
April 1991 übernimmt Manfred Hilbers wieder den Vorstand, Renate Linnewedel
bekleidet wieder das Amt der 2. Vorsitzenden.
Bald ist das Vereinsgelände
wieder vollständig, erneut wurde der Eingang zum Clubraum verlegt, nun so, dass
der Toilettenzugang nun direkt vom Clubraum erfolgt und der Clubraumzugang
nicht direkt von draußen erfolgt, sondern über einen Windfang.
Doch recht kurze Zeit nur ist Ruhe
an der Gebäudefront. Der Anleger ist sehr alt (Erbstück vom Zoll, geschenkt in
den 50er Jahren, ruiniert durch Schiffstransporte auf der engen Geeste, Eisgang,
tagtägliches Aufsetzen und Aufschwimmen in den Gezeiten etc. Langsam hängt das
gute Stück immer mehr - doch die Möglichkeit, wie früher, den Anleger auf dem
Slip der Rickmerswerft zu überholen, ist gegangen, die Rickmerswerft gibt es
nicht mehr.
Dann neigt sich die Außenmauer
des „neuen“ Bootshauses bedenklich, die eine Seitenwand hängt meterweit in
der Luft. Mit Baumstämmen muss das gesichert werden - die Finanzierung einer
Sanierung ist schwierig. dieser Zustand zieht sich über Jahre. Dann endlich ist
es soweit: Geld, Planung, und die Möglichkeit, die Arbeiten preisgünstig mit
einer ABM-Handwerkerkolonne des Sportbundes durchzuführen, lassen uns diesen
unhaltbaren Zustand beenden. 1998 endlich ist das Neue Bootshaus wieder nutzbar. |
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Neuer Anleger, renoviertes Bootshaus |
Da muss schließlich auch die
letzte Gelegenheit genutzt werden, den Anleger überhaupt aus dem Wasser zu
bekommen, da auch die Geeste Metallbau (früher Unterweser Werft) in Konkurs ist
und abgewickelt wird. Manfred Hilbers organisiert Schlepper und Kranfahrer,
Eckhard Dibke die Entsorgung, eine Truppe Mitglieder trifft sich zum Zersägen des
Holzteiles des Anlegers: Fazit; Der eigentliche Holzkörper war noch in
erstaunlich gutem Zustand, nur die Tonnen hätten einer Reparatur bedurft -
"und Vati gar nichts dazubezahlt" galt für die ganze Entsorgungsaktion.
Einen Sommer steht kein Anleger
zur Verfügung, da die Lieferfirma Lieferschwierigkeiten hat. Dann endlich wird
der neue Alu-Anleger geliefert und zu Wasser gebracht. Das Konto des KVU ist
mittlerweile arg strapaziert, die Mitglieder haben aber ohne Murren einer
erhebliche Beitragserhöhung zugestimmt, so dass die Perspektive gut ist.
Doch
der Mitgliederbestand sinkt dramatisch. |
Zeitenwende
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Im
Winter 1999 findet ein denkwürdiger Kenterabend im Stadionbad statt. Wolfgang
Bisle und Carsten Eckel sitzen auf der Wärmebank als Werner Born (Präsident des
LKV Bremen) dazukommt. Wolfgang Bisle beklagt den enormen Mitgliederschwund, die
minimale Basis von Aktiven, die die Kenterabende noch beaufsichtigen können und
erwägt, diese Veranstaltung für den KVU als Veranstalter aufzugeben. Bei der
Diskussion von Möglichkeiten, mit neuen Trendsportarten die Attraktivität des
KVU wieder anzuheben, werden Möglichkeiten wie Kanulehrgänge (mögliche
Unterstützung durch den LKV), Kanu-Rodeo, Kanu-Polo und auch Drachenbootsport
durchkalkuliert. Es wird erkannt, das Drachenboot vielleicht die einzige
verbleibende Möglichkeit bietet , für den Kanusport „zu Trommeln" und die
Gegebenheiten sind in Bremerhaven durchaus nicht schlecht (DM schon 1976 bei der
Sail, Geestewanderweg als Zuschauerkulisse beim Training, Multiplikatoreffekt ).
Werner Born erwähnt den Bremer Drachenbootclub, zu dem er ganz gute Beziehungen
hat und dass er uns Kontakte dorthin anbahnen könnte. Carsten Eckel meint, dass
er durchaus großes Potential sieht, vor allem auch bei ehemaligen des KVU. Im
Januar 2000 findet dann eine unerwartete Diskussion am Ende der Vorstandssitzung
statt als Carsten von der Sitzung auf der Wärmebank berichtet - hier links - das
Protokoll der Sitzung. |



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Im Januar 2000 nehmen wir Kontakt
zum 1. Bremer Drachenbootclub auf Erster - Unterstützung wird zugesagt Im
Frühjahr wird dann eine Werbeveranstaltung im Morgensternmuseum durchgeführt,
die Bremer stellen ihr Boot als Anschauungsobjekt zur Verfügung. Im Mai machen
wir eine Werbeveranstaltung auf der Geeste mit dem Bremer Boot, es hat sich ein
erster Kern von Interessenten gebildet, der mit den Bremern in trainiert, jetzt
kann man mal richtig vorführen, wie es bei uns auf der Geeste laufen kann. Im
Juli 2000 wird ein Drachenboot wird geordert, zuerst leihweise bis Sponsoring
durch Stadtwerke und Förderung durch die Stadt gesichert sind.
Im
August 2000 rechtzeitig zur Sail kann das Drachenboot abgeholt und bei der Sail
das erste mal werbewirksam eingesetzt werden. Durch Veranstaltungen mit Spendern
kann weiteres Geld für den Drachenbootsport eingeworben werden, Trailer und
weitere Ausrüstung wird dadurch beschafft.
Im Herbst wird das Drachenboot auf
den Namen Geestedrache vom Oberbürgermeister höchstpersönlich getauft –
natürlich nach chinesischer Tradition durch ausmalen der Augen. Die Drohung des
Bürgermeisters, seine Magistratsmannschaft ins boot zu schicken und denen was zu
trommeln, wird ebenfalls bald umgesetzt.
Im Herbst 2000 stellt der KVU mit
Carsten Eckel beispielhaft in einem LKV erstmals einen Drachenbootbeauftragten und
kann dadurch sein Engagement auch im Verband verstärken (Kentertraining in Brhv,
Küstenbeauftragter, Drachenbootbeauftragter)
2001 wird der Expertenstall
umgebaut zum Umkleideraum.
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Der NordCom-Drachenboot-Cup
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Im
Mai findet der erste NordCom Drachenboot Cup statt, der KVU organisiert diese
Veranstaltung ziemlich professionell und erntet großes Lob. Unfreiwilliger
Höhepunkt der Veranstaltung ist die Dramatische Kenterung der
Kühlschrankdrachen, des Fanclubs der Bremerhavener Eishockey-Mannschaft, bei
ihrem Zieldurchlauf – eine spontane Demo-Möglichkeit für die in Bereitschaft
stehenden DLRG’ler, wie fix sie alle Schwimmer aus dem noch kalten Hafenwasser
wieder einsammeln konnten.
Im Mai 2002 veranstaltet der KVU
den 2. Nordcom Drachenboot Cup – die attraktivste Rennsportveranstaltung im LKV
Bremen, mit noch mehr Teams noch mehr Programm, erstmals einen Schüler-Cup und
wieder riesen Begeisterung und viel Lob von den Teilnehmern.
Mittlerweile ist der neu
beschaffte Anleger sogar um ein 3. Element verlängert worden, damit das
Dracheboot, wenn es im Sommer unten liegt, den "ordinären" Paddlern
nicht zu sehr im Wege liegt. In einer umfangreichen Hebeaktion ist die wieder von
Versackung bedrohte Front des neuen Bootshauses mit langen Eisenträgern längs
durchs Bootshaus stabilisiert worden. Außerdem sind in das Neue Bootshaus
Umkleideräume eingebaut worden um den wachsenden Bedürfnissen der bei uns
trainierenden Mannschaften und den Ansprüchen der Jungen besser gerecht zu
werden. 3 Drachenbootcup-Rennen (NCDC) im Fischereihafen mit dem Sponsor NordCom
unter Organisation und Durchführung des KVU sind ein überwältigender Erfolg
geworden. Mit wieder vergrößerter
Teilnehmerzahl wird der 3. NCDC (NordCom Drachenboot Cup) eine der größten
Sportveranstaltungen Bremerhavens. Kaum eine andere Veranstaltung bringt soviel
Sportler auf die Beine. Erstmals wird ein Drachenbootrennen über eine Se(h)emeile
gefahren. |
Ganz neue Ideen
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Original aus Hawaii |
Und jetzt entwickelt sich auch noch der feste
Wille, eine ganz neue Bootsklasse zu besetzen: Outrigger-Boote, die mit kleinerer
Mannschaft auch auf dem Meer gefahren werden können. Beim 3. NCDC wurden erstmals
Outriggerboote nach Bremerhaven gebracht, Start für weitere neue Aktivitäten im
KVU.
Also wir haben Platz, einen prima Startpunkt für Paddeltouren und
immer noch attraktive Konditionen.
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Erste Tour von KVU-Mitgliedern im 6er-Outrigger vor der
Geestmündung

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